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Von der Technologie zu den Werten

Reicht das digitale bzw. technologische Pflaster, um zukunftsfähig für das Digitale Zeitalter zu sein? Sie ahnen anhand der Suggestivität dieser Frage, dass die Antwort nicht „Ja“ sein wird. Und dennoch haben wir allzu lange die Digitalisierung sehr technik- und effizienzzentriert verstanden, ohne wichtige Treiber und Faktoren des Wandels zu erkennen und adäquat bei der Neugestaltung zu berücksichtigen. Lassen Sie uns daher neu nachdenken über:

1. Auslöser

2. Fokus

3. Ziel

4. Werkzeuge der digitalen Transformation

1. Die Auslöser

Die Treiber verstehen

Risiko, Unsicherheit, Volatilität und erhöhte Komplexität sind die bestimmenden Faktoren der neuen Marktökonomie. Sie verlangen nach flexiblen, anpassbaren Methoden und Prozessen basierend auf neuen Geschäftsmodellen, die nicht allein auf Industriestandards und Technologieprojekten im Silo beruhen. Neben den technologischen Rahmenbedingungen sind die Erfolgsfaktoren für eine ganzheitliche Digitale Transformation Aspekte, wie Digital Leadership, People, Space, Culture, Processes; welche ausschlaggebend sind für disruptive und nachhaltige Innovation und damit auch eine wirtschaftliche Stärke.
Die Auslöser: Die Treiber verstehen

2. Der Fokus

Werte statt Technik

In der praktischen Anwendung verschiebt sich die Perspektive von einer rein technologischen hin zu einer werteorientierten Veränderung, die technische, geschäftliche und sogar gesellschaftliche Innovationen vereint. Digitale Transformation heißt deshalb mitnichten eine ambulante Operation mit digitalen Pflastern, wie bei der Effizienzoptimierung von bekannten Geschäfts- und Produktionsprozessen. Es gilt insbesondere sein Geschäftsmodell – und die -kultur zu hinterfragen und im Idealfall neu zu erfinden. Methodische Ansätze, wie Design Thinking Technologien sind bereits hilfreiche Instrumente für die Digitalisierung. Jedoch neigen viele Unternehmen noch immer dazu, in einer Abwartehaltung zu verharren oder nur punktuell ihre Pain-Points zu behandeln. Angesichts der rasanten Veränderungen im Markt muss jedoch die Auseinandersetzung mit dem Thema Digitale Transformation unter einer ganzheitlichen strategischen Zielausrichtung besser früh als spät erfolgen, um in der Zukunft überhaupt noch gesund und relevant zu sein.

3. Das Ziel

Erfolgreich in der Plattform-Ökonomie

Die Nutzenwerte aus neuen Technologien müssen deshalb mit einer Digitalen Transformationsstrategie in Verbindung gebracht werden. Plattformen sind eine hervorragende Ausgangslage für Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb der Netzwerkökonomie. Heterogene Datenquellen und individuelle Applikationen werden zu Services zusammengeführt. Existierende Rahmenwerke für die digital geprägte vierte industrielle Revolution sind keine Landkarte, welche den Pfad zur eigenen Digitalen Transformation durch die komplexe Marktökonomie weisen. In der Realität ändern sich die Einflussfaktoren schnell und ständig und neue kommen hinzu.

4. Die Werkzeuge

Mehr als Kollaborations-Tools

Auch die Werkzeuge für die Transformation sind oft unzureichend. Die existierenden Kollaborationstools reichen alleine nicht aus, um prozess- und methodikspezifische Anforderungen für die Umsetzung der Digitalen Transformation als solche abbilden und bearbeiten zu können. Über firmen- und organisationsübergreifenden Plattformen auf denen etablierte Unternehmen mit innovativen Start-Ups zusammenkommen entstehen ganzheitliche Lösungen mit denen Gestaltung, Kommunikation und das gemeinsame Verfolgen von Zielen entlang der Digitalen Transformation möglich sind.

Und wir: Practice what you preach!

Wir haben gelernt, dass eine Transformation nicht linear und stetig positiv verläuft.
Transformation heißt auch, sich von Altem zu befreien und mutig auf Neues einzulassen.

Transformationskompetenz ist der kritische Erfolgsfaktor

Das Gebot der Stunde heißt: Transformationskompetenz in der Unternehmens-DNA zu verankern! Das ist die Grundvoraussetzung für die Wettbewerbs- und Überlebensfähigkeit von Unternehmen beziehungsweise Geschäftsmodellen. Transformationskompetenz bedeutet in diesem Zusammenhang, sich flexibel auf ein hochdynamisches Marktumfeld einzustellen und Veränderungen mit offenen Armen aufzunehmen. Dies setzt nicht nur entsprechend agile und liquide Prozesse und Arbeitsumfelder (Stichwort: Smart Working) voraus, sondern erfordert auch ein neues Mindset: eine Kultur der Veränderungsbereitschaft und des „sich laufend neu erfinden Wollens.